Biografie
Emmeline Pankhurst wurde am 15. Juli 1858 in Moss Side, Manchester, England, geboren und gilt als radikale Feministin, Suffragette und Verfechterin der Frauenrechte. Nach ihrer Ausbildung an einer Mädchenschule in Paris von 1873 bis 1879 heiratete sie 1879 den 24 Jahre älteren Anwalt Richard Marsden Pankhurst.
Nach 40 Jahren Kampf um das Frauenwahlrecht erlangten Frauen in England schließlich das gleiche Wahlrecht wie Männer. Ihre Tochter Christabel Harriette Pankhurst gehört ebenfalls zu den bedeutenden Persönlichkeiten der Frauenrechtsbewegung. 1903 gründete Emmeline zusammen mit ihrer Tochter Christabel und vier weiteren Freunden die Women’s Social and Political Union (WSPU), um aktiv für das Frauenwahlrecht zu kämpfen.
Die WSPU entwickelte die Theorie der Gewaltlosigkeit, die später von vielen Frauenbewegungen übernommen wurde. Ab 1906 leitete Emmeline die Aktivitäten der WSPU von London aus und organisierte verschiedene Kampagnen für das Frauenwahlrecht. Mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 erklärte sie das Ende der Wahlrechtskampagne und forderte die Freilassung aller Gefangenen, die im Kampf für das Frauenwahlrecht inhaftiert waren.
Die Verabschiedung des Representation of the People Act von 1928, das Frauen das gleiche Wahlrecht wie Männern gewährte, ist das Resultat ihres unermüdlichen Einsatzes. Emmeline Pankhurst verstarb am 14. Juni 1928 im Alter von 70 Jahren in Hampstead, London, England.