Biografie
Enver Halil Hoca wurde am 16. Oktober 1908 in Ergiri, einem seinerzeit zum Osmanischen Reich gehörenden Gebiet in Albanien (heute Gjirokastër), geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er bis 1985 der Führer der Volksrepublik Albanien und Generalsekretär der Albanischen Arbeiterpartei.
Seine Ausbildung begann er in einer Bektaşi-Familie und begegnete in Frankreich dem Kommunismus. Nach seiner Rückkehr nach Albanien im Jahr 1936 unterrichtete er Französisch, wurde jedoch 1939 aufgrund der italienischen Besetzung Albaniens von seiner Lehrtätigkeit ausgeschlossen. Nach der Besetzung eröffnete er einen Tabakladen, der zum Treffpunkt kommunistischer Militanten wurde.
1941 gründete er die Albanische Arbeiterpartei und übernahm deren Generalsekretariat. 1944 spielte er eine entscheidende Rolle bei der Befreiung Albaniens von der Besatzung und wurde 1946 der erste Präsident der Volksrepublik Albanien. Hoca etablierte eine strikte kommunistische Regierung, unterdrückte Oppositionelle und verfolgte antireligiöse Politiken.
1965 trat Albanien aus dem Warschauer Pakt aus und verkündete 1967 die Annahme des Atheismus. Er starb 1985 im Alter von 77 Jahren an einem Herzinfarkt. Nach seinem Tod hinterließ er bedeutende Werke und ein Ehrenmal, die tiefe Spuren in der albanischen Geschichte hinterließen.