Biografie
Ernest Rutherford wurde am 30. August 1871 im Gebiet Nelson Springs in Neuseeland geboren. Als bedeutender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Kernphysik erhielt Rutherford 1908 den Nobelpreis für Chemie.
Seine Ausbildung begann er am Canterbury College in Christchurch, wo er 1892 seinen Bachelor-Abschluss und im darauffolgenden Jahr einen Master-Abschluss erlangte. Im Jahr 1894 reiste er nach England, um an der Universität Cambridge unter Joseph John Thomson zu arbeiten. Dort forschte er an Radiowellen und Röntgenstrahlen, bevor er sich der Radioaktivität zuwandte.
1898 trat er als Professor für Physik an der McGill-Universität in Montreal seine Stelle an, wo er den Umwandlungsprozess radioaktiver Atome nachwies und damit den Nobelpreis gewann. Zudem machte er bedeutende Entdeckungen zur Atomstruktur und entdeckte die Existenz von Alpha- und Beta-Strahlen. Das 1909 gemeinsam mit Hans Geiger und Ernest Marsden durchgeführte Experiment mit Goldfolie nahm einen wichtigen Platz in der Wissenschaftsgeschichte ein.
1919 übernahm er die Leitung des Cavendish-Labors, wo er zahlreiche bedeutende Experimente durchführte. Rutherford definierte das Proton als das grundlegende Teilchen des Atomkerns und sagte die Existenz des Neutrons voraus. Im Jahr 1900 heiratete er Mary Newton, mit der er eine Tochter namens Eileen hatte.
Am 19. Oktober 1937 verstarb er im Alter von 66 Jahren infolge einer Darmlähmung.