Biografie
Erwin Schrödinger wurde am 12. August 1887 im Stadtteil Erdberg von Wien, Österreich, geboren. Der als Physiker bekannte Schrödinger erhielt 1933 den Nobelpreis für Physik für seine Beiträge zur Quantenmechanik und insbesondere als Begründer der Schrödinger-Gleichung.
Sein Vater, Rudolf Schrödinger, war Wachstuchhersteller und Botaniker, während seine Mutter, Georgine Emilia Brenda Schrödinger, Hausfrau war. Schrödinger begann seine schulische Ausbildung 1898 am Akademischen Gymnasium und wurde 1906 an der Universität Wien im Fachbereich Physik immatrikuliert. 1920 erhielt er in Stuttgart den Titel eines Privatdozenten und nahm später eine Professur an der Universität Breslau an.
An der Universität Zürich arbeitete er sechs Jahre lang an der Mechanik subatomarer Partikel und erläuterte die Schrödinger-Gleichung erstmals. 1927 reiste er in die USA, um an der Universität Wisconsin zu lehren, und wurde anschließend Leiter des Physikbereichs an der Universität Berlin. Aufgrund der Unruhen unter der Nazi-Herrschaft zog er 1933 nach England und nahm eine Professur an der Universität Oxford an.
Im selben Jahr erhielt er zusammen mit Paul Dirac den Nobelpreis für Physik. 1935 schlug Schrödinger das Gedankenexperiment "Schrödingers Katze" vor. 1920 heiratete er Annemarie Bertel, lebte jedoch ab 1933 mit einer anderen Frau zusammen.
1938 musste er aufgrund der Nazi-Besetzung seine Stelle an der Universität Graz aufgeben und wechselte 1939 zum Dublin Institute for Advanced Studies. In Irland verbrachte er 17 Jahre und hatte dort zwei uneheliche Kinder. 1955 trat er in den Ruhestand und verstarb 1961 in Wien im Alter von 74 Jahren an Tuberkulose.
Der Name Schrödingers wurde einem Krater auf dem Mond gewidmet, und außerdem trägt das in Wien gegründete Internationale Zentrum für mathematische Physik seinen Namen.