Biografie
Ezra Pound wurde am 30. Oktober 1885 in der Stadt Hailey im Bundesstaat Idaho, USA, geboren. Sein vollständiger Name ist Ezra Weston Loomis Pound.
Er verstarb am 1. November 1972 in Venedig, Italien, im Alter von 87 Jahren. Als Sohn eines Angestellten der Münzanstalt wuchs er in einer Familie auf, die durch die Mitgliedschaft seines Großvaters im Kongress auffiel.
Nach dem Abschluss seiner Schulausbildung in Wyncote setzte er 1901 sein Studium an der Universität von Pennsylvania fort und schloss es 1906 ab. Anschließend erwarb er einen Abschluss in Philosophie am Hamilton College in New York. Während seiner Studienzeit beschäftigte er sich mit Musikerpoeten und den volkstümlichen Dichtern der Provence in Südfankreich, was ihn letztlich nach Europa führte.
Pound glaubte, dass die wahre Religion der Kunst eine Offenbarung ist, und übte Kritik an Christentum. 1911 startete er eine innovative Schreibkampagne in der Zeitschrift New Age und gründete 1912 die Bewegung des Imagismus. In seinem 1913 veröffentlichten Werk 'A Few Don’ts of an Imagiste' definierte er das Bild als eine Mischung aus geistigen und emotionalen Inhalten.
Die Anthologie 'Des Imagistes', die 1914 erschien, beinhaltete die Werke von imagistischen Dichtern. Er lebte lange Zeit in England, bevor er 1925 in die italienische Stadt Venedig zog. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er wegen seiner faschistischen Ansichten als 'Vaterlandsverräter' gebrandmarkt und 1944 festgenommen.
Aufgrund der Behauptung, psychisch krank zu sein, verbrachte er von 1945 bis 1958 im Saint Elizabeth Hospital. 1949 erhielt er den Bollingen Poetry Prize und verfasste in seiner 60-jährigen Karriere über 70 Bücher und 1.500 Artikel. Pound hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf die englische und amerikanische Poesie und wurde als 'Dichter der Dichter' bezeichnet.