Fakir Baykurt

Schriftsteller
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Biografie

Fakir Baykurt wurde am 15. Juni 1929 im Landkreis Yeşilova in Burdur geboren und zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der türkischen Literatur. Sein ursprünglicher Name ist Tahir.

In dem Dorf, wo er seine Kindheit verbrachte, begann er sein Leben mit der Weberei. Seine schulische Ausbildung startete an der Grundschule in Akçaköy, und ab 1947 wurden seine Gedichte in der Zeitschrift „Köy Enstitüleri“ veröffentlicht. Nach seinem Abschluss im Fachbereich Literatur am Gazi-Education-Institut in Ankara im Jahr 1953 arbeitete er als Türkischlehrer an verschiedenen Schulen.

Sein erster Roman „Yılanların Öcü“, der 1958 veröffentlicht wurde, sorgte in der Literaturszene für großes Aufsehen und führte zu Ermittlungen gegen den Autor. Nach dem Militärputsch von 1960 wurde er zum Aufseher für die Grundschulen in Ankara ernannt und arbeitete 1966 als Fachmann am Nationalen Folklore-Institut. Baykurt, der während seiner literarischen Karriere die sozialrealistische Strömung annahm, thematisierte in seinen Werken das Landleben und die Probleme der Menschen in Anatolien.

1995 ging er in Deutschland an der Pestalozzi-Schule, wo er unterrichtete, in den Ruhestand und verstarb am 11. Oktober 1999 im Alter von 70 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Zu seinen Werken zählen Romane wie „Tırpan“, „Irazcanın Dirliği“ und „Kara Ahmet Destanı“ sowie Erzählbände wie „Çilli“ und „Efendilik Savaşı“.

Neben seiner literarischen Karriere leistete Baykurt auch bedeutende Beiträge im Bildungsbereich und war an den Gründungsarbeiten der Türkischen Lehrervereinigung beteiligt.