Biografie
Federico Garcia Lorca wurde am 5. Juni 1898 im Dorf Fuente Vaqueros, das zur Region Granada in Spanien gehört, geboren. Als Sohn eines Bauern und einer Lehrerin wuchs Lorca mit traditioneller spanischer Balladen und Zigeunermärchen auf und entdeckte so früh seine Leidenschaft für die Kunst.
Seine schulische Laufbahn begann er an der Jesuitenschule Colegio Del Sagrago Corazon de Jesus, bevor er an die juristische Fakultät der Universität Granada wechselte. Neben seinem Jurastudium interessierte er sich jedoch auch für Literatur, Theater, Musik und Malerei. Im Jahr 1918 gab Lorca sein literarisches Debüt mit der Veröffentlichung seines ersten Buches und ließ sich 1919 in Madrid nieder.
In Madrid verliebte er sich 1922 in den 18-jährigen Maler Salvador Dalí, eine Beziehung, die einen bedeutenden Platz in seinem künstlerischen Leben einnahm. 1933 gab er seine Homosexualität bekannt, was zu Spannungen mit der katholischen Kirche führte. Lorca pflegte Freundschaften mit bedeutenden Künstlern seiner Zeit und beschäftigte sich intensiv mit der spanischen Folklore.
1928 erlangte er große Bekanntheit mit seinem Werk "Romancero gitano". In den Jahren 1930 und 1933 reiste er nach Amerika, wo er zahlreiche Vorträge hielt. Während 1936 in Spanien die politischen Spannungen zunahmen, wurde er von Francos faschistischen Truppen festgenommen und am 19.
August 1936 in Alfacar erschossen. Lorca nimmt mit seinen Gedichten und Theaterstücken einen wichtigen Platz in der spanischen Literatur ein. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen unter anderem "Anish", "El Cante Jondo" und "Poeta en Nueva York", welche auch ins Türkische übersetzt wurden.