Biografie
Ferda Ataman wurde 1979 in Stuttgart, Deutschland, geboren und ist eine türkischstämmige Journalistin, Politikwissenschaftlerin und Autorin. Aufgewachsen in Nürnberg, hat sich Ataman auf Themen wie Migration, Diversität und Rassismus spezialisiert. Ihre Familie wanderte vor vielen Jahren aus der Türkei nach Deutschland aus, und Ataman gehört zu einer Familie von Thessaloniki-Migranten.
Die Familie ihres Vaters hat ihre Wurzeln in einer Sephardischen jüdischen Familie, die 1492 aus Spanien vertrieben wurde. Ihr Bildungsweg begann an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und an der Freien Universität Berlin, wo sie Politikwissenschaft studierte, gefolgt von einer journalistischen Ausbildung an der Journalistikschule in Berlin. Ihre Karriere setzte sie fort, indem sie Artikel für bedeutende Zeitungen in Deutschland wie Spiegel, Tageszeitung und Tagesspiegel verfasste.
Von 2010 bis 2012 leitete sie die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit beim Zentrum zur Bekämpfung von Diskriminierung und gründete 2008 den Verband neuer deutscher Medienmacher. Seit 2018 ist sie Vorsitzende des Verbands, der sich für eine stärkere Präsenz von Journalistinnen und Journalisten mit Migrationshintergrund in den deutschen Medien einsetzt. Im Jahr 2022 wurde sie von der deutschen Regierung für die Leitung des Staatlichen Departements „Schutz gegen Diskriminierung“ nominiert.
Ataman hat durch ihre Beiträge in sozialen Medien für Diskussionen gesorgt und wurde von einigen kritisiert. Die linksgerichtete Tageszeitung, die in Berlin erscheint, hat jedoch festgestellt, dass Ataman für diese Position geeignet ist. Auch die Bundesministerin für Familie, Lisa Paus, hat Atamans Kandidatur unterstützt.
Heute lebt Ferda Ataman in Berlin und ist 43 Jahre alt. Im Jahr 2019 erhielt sie den Julie und August Bebel Preis für ihre innovativen und befreienden Beiträge zur politischen Bildung.