Biografie
Geburtsdatum: 3. Oktober 1875 Sterbedatum: 30. Januar 1951 Ferdinand Porsche wurde 76 Jahre alt.
Beruf: Ingenieur, Designer Geburtsort: Maffersdorf, Österreich Sterbeort: Stuttgart, Deutschland Prof. Dr. Ferdinand Porsche, 1875 in Österreich geboren, war ein Automobilingenieur und Designer.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte er den ersten Sportwagen, der nach ihm benannt wurde. Auf der Weltausstellung in Paris im Jahr 1900 stellte Porsche sein Fahrzeug vor, das mit elektrischen Motoren in den Achsen ausgestattet war. Da er für die Wiener Kutschenbaufirma Lohner arbeitete, wurde das neue Auto als Lohner-Porsche bekannt.
Kurz darauf erweiterte er seine Überlegungen und kombinierte die elektrischen Motoren mit einem Benzinmotor, wodurch er ein neuartiges Antriebssystem schuf, bei dem kein Getriebe mehr erforderlich war. Als technischer Direktor der Austro-Daimler Gesellschaft in Neustadt bei Wien etablierte sich Porsche auch als Fahrzeugdesigner für Flugzeugmotoren und Transportfahrzeuge, die Geschütze im Ersten Weltkrieg bewegten. Nach dem Krieg präsentierte er zwei Personenkraftwagen, die zum letzten Erfolg bei Austro-Daimler führten.
1923 wechselte Porsche als technischer Direktor und Designer zum Unternehmenssitz nach Stuttgart. Nach seiner Tätigkeit bei der Steyr AG in Österreich von 1928 bis 1930 beschloss er im Alter von 55 Jahren, unabhängig zu arbeiten. Porsche, der internationale Berühmtheit erlangte, entwickelte weitere technische Innovationen und gestaltete neue Automobile für verschiedene Firmen.
Dank seiner Flexibilität erfand er ein Federungselement, das sich bei Belastung drehen konnte, und verbesserte damit seine finanzielle Lage in den folgenden Jahren, als er als bedeutender Fahrzeugberater des nationalsozialistischen Regimes tätig war. Auf Befehl von Adolf Hitler begann Porsche mit der Konstruktion eines neuen, günstigen und soliden Automobils, das für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich sein sollte. Unter den Vorgaben Hitlers war 1936 das erste Prototypfahrzeug mit einem 4-Zylinder-Boxermotor, 22 PS und 984 ccm fertig.
Das später als „Volkswagen“ bekannt gewordene, luftgekühlte Auto erschien zunächst unter dem Namen „KdF-Wagen“, inspiriert von der Nationalsozialistischen Hilfsorganisation „Kraft durch Freude“. Obwohl Porsche allgemein als der Erfinder dieses Fahrzeugs gilt, stammten die eigentlichen Konstruktionspläne von dem tschechoslowakischen Bela Barenyi, der seit 1925 das Design entwickelte und 1932 Porsche seine Vorschläge unterbreitete. 1937 trat Porsche in die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei ein und wurde ein Jahr später auch Mitglied der SS.
Anfangs war er als einfacher Designer eine Person, die sich nur für ihre Arbeit interessierte und mit Politik nicht in Berührung kam, entwickelte sich jedoch zur Gründer- und Leitfigur der Volkswagen AG in Wolfsburg. Der technikbegeisterte Porsche lenkte nach Beginn der Serienproduktion des "Volkswagens" den Fokus auf die Herstellung militärischer Fahrzeuge während des Zweiten Weltkriegs. Nach Erhalt der höchsten nationalen Ehrung Deutschlands konnte Porsche den Titel „Professor“ führen und etablierte sich als gepanzerter Fahrzeugdesigner.
Er wandte sich der Fertigung von Fahrzeugen zu, die militärisch für raues Gelände und wässrige Stellen geeignet waren. Porsches Betrieb wurde ein Jahr vor Kriegsende nach Gmünd in Kärnten verlegt. Nach der Kapitulation Deutschlands wurde er verhaftet und verbrachte Zeit in einem französischen Gefängnis, bevor er 1947 gegen Kaution freigelassen wurde. Anschließend widmete sich Porsche unter der Leitung seines Sohnes Ferry der Reparatur und der Herstellung von Ersatzteilen in seiner Fabrik in Kärnten.
1948 brachte er den ersten Sportwagen, ausgestattet mit einem 40 PS starken VW-Motor, unter eigenem Namen auf den Markt. 1950 wurde sein Unternehmen erneut nach Stuttgart verlegt. Am 30.
Januar 1951 starb Porsche dort im Alter von 75 Jahren.