Biografie
Franz Lehár, am 30. April 1870 in Komárom, Ungarn, geboren, war ein berühmter Komponist und Musiker. Sein Vater war Militärmusiker und leitete die Kapelle des 50.
Infanterieregiments der Österreichisch-Ungarischen Armee. Im Alter von 12 Jahren nahm Lehár am Prager Konservatorium Unterricht in Violine und Komposition. Nach seiner Ausbildung an dieser Schule von 1882 bis 1888 ließ er sich 1889 in Wien nieder.
Dort begann er als Assistent des Leiters in der Militärkapelle seines Vaters zu arbeiten und übernahm ab 1890 die Leitung verschiedener Militärorchester. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erzielte Lehár große Erfolge mit seinen Operetten und wurde als Meister der "zweiten Wiener klassischen Operette" anerkannt.
Mit seiner ersten Operette „Wiener Frauen“ war er überzeugt, dass er seinen Lebensunterhalt mit dem Komponieren von Operetten verdienen könnte, sodass er sich nicht mit anderen Berufen beschäftigte. Die bekannteste seiner Operetten ist „Die lustige Witwe“, die weltweit aufgeführt wird. 1924 heiratete Lehár Sophie Paschkis, seine Frau verstarb 1947.
Am 24. Oktober 1948 starb er im Alter von 78 Jahren in Bad Ischl, Österreich. In seinem Werk befinden sich 41 Operetten, wobei „Die lustige Witwe“ die bekannteste ist.
Lehár komponierte zudem Sonaten, sinfonische Gedichte, Märsche und Walzer. 1935 gründete er den Verlag „Glocken Verlag“, um die Rechte an seinen Werken besser kontrollieren zu können. Seine Operetten wurden von Richard Tauber interpretiert und fanden große Anerkennung.