Biografie
Franz Liszt wurde am 22. Oktober 1811 in der Stadt Doborjan in Ungarn geboren. Sein musikalisches Talent zeigte sich bereits in frühen Jahren, und die ersten Klavierstunden erhielt er von seinem Vater.
Im Alter von neun Jahren gab er sein erstes Klavierrecital. 1821 wurde er nach Wien geschickt, wo er Unterricht bei dem berühmten Musikpädagogen Kari Czeroy nahm. Mit nur 11 Jahren hatte Liszt sein erstes Konzert, das das Publikum tief beeindruckte.
1823 zog er mit seiner Familie nach Paris, wo er seine musikalische Laufbahn entscheidend prägte. In den folgenden 25 Jahren gab er Konzerte in vielen Teilen Europas und erzielte insbesondere in Ländern wie England, Russland und der Türkei große Erfolge. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1834 versuchte Liszt, den Lebensunterhalt seiner Familie durch Klavierunterricht zu sichern.
Er komponierte originelle und leidenschaftliche Werke, die als Symbole der romantischen Musik gelten. 1847 gab er ein Konzert für den Sultan Abdülmecit I. in Istanbul und erhielt im Anschluss eine Auszeichnung.
Seine Ehe mit Marie d'Agoult stellte einen wichtigen Wendepunkt in Liszts Karriere dar. 1844 ließ er sich scheiden und hatte danach eine Beziehung mit Prinzessin Carolyne Sayn-Wittgenstein. 1858 legte er seine Position als Musikdirektor in Weimar nieder und ließ sich 1861 in Rom nieder.
Den Rest seines Lebens verbrachte er zwischen Rom, Weimar und Budapest. Am 31. Juli 1886 verstarb er im Alter von 75 Jahren in Bayreuth an einer Lungenentzündung.
Liszt komponierte über 700 Werke und verfasste zahlreiche Bücher über Musik. Während seiner Karriere inspirierte er junge Komponisten und spielte eine bedeutende Rolle in deren Anerkennung.
Todesumstände
Bayreuth, Almanya