Biografie
Fridtjof Nansen wurde am 10. Oktober 1861 in Christiania (heute Oslo), Norwegen, geboren. Seine Mutter war Adelaide Johanne Thekla Isidore Bølling Wedel-Jarlsberg und sein Vater Baldur Fridtjof Nansen.
Nach seinem Zoologie-Studium an der Universität Oslo reiste er 1882 nach Grönland, um Forschungen durchzuführen. Über ein viertel Jahrhundert hinweg führte Nansen wissenschaftliche Untersuchungen in der Arktis und im Atlantik durch. Im Jahr 1900 nahm er an Expeditionen im Nordatlantik teil und übernahm 1901 den Vorsitz der Internationalen Kommission für Meeresforschung.
Zwischen 1893 und 1896 unternahm er mit dem Schiff Fram Entdeckungsreisen in die Arktis und erreichte bis zu 86° Nord. Seine Erfahrungen schilderte er in dem Buch „Der weiteste Norden“. In den Jahren 1910 bis 1914 beteiligte er sich an Forschungen zur Ozeangeographie und spielte 1905 eine bedeutende Rolle beim Ende der Verbindung Norwegens mit Schweden.
Von 1906 bis 1908 war er norwegischer Botschafter in England und wurde nach seiner Rückkehr Professor für Ozeanographie an der Universität Christiania. Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete er als Diplomat und vertrat Norwegen im Völkerbund. 1921 wurde er zum Hohen Kommissar für Flüchtlinge ernannt und leitete die Hilfsmaßnahmen gegen die Hungersnot in Russland.
Im Jahr 1922 erhielt er den Nobelpreis für Frieden, den er für die Unterstützung von Flüchtlingen einsetzte. Fridtjof Nansen verstarb am 13. Mai 1930 im Alter von 69 Jahren an einem Herzinfarkt.
Seine Beerdigung fand in Form einer weltlichen Staatszeremonie statt, und seine Asche wurde unter einem Baum in Polhøgda verstreut.