Friedrich Bergius

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Biografie

Friedrich Bergius wurde am 11. Oktober 1884 in Goldschmieden, in der Nähe von Breslau, Polen, geboren. Der Wissenschaftler mit vollem Namen Friedrich Karl Rudolf Bergius leistete bedeutende Beiträge im Bereich der Chemie und erhielt 1931 zusammen mit Carl Bosch den Nobelpreis für Chemie für ihre veröffentlichten Arbeiten zu chemischen Drucktheorien.

Schon in jungen Jahren begann Bergius, in der chemischen Fabrik seines Vaters zu arbeiten, was sein Interesse an diesem Fachgebiet weckte. Er absolvierte seine chemische Ausbildung in Leipzig, Berlin und Karlsruhe und schloss 1907 sein Masterstudium in Leipzig ab. 1911 trat er als Lehrbeauftragter für physikalische und industrielle Chemie an der Universität Hannover in den Dienst.

Bergius entwickelte eine Methode zur Gewinnung von hochwertigen Petroleumprodukten durch Hydrierung von Kohle. Während des Zweiten Weltkriegs stellte er etwa 75 % der synthetischen Erdölproduktion Deutschlands bereit, jedoch wurde diese Methode aufgrund der hohen Kosten unter normalen Bedingungen nicht angewendet. Zudem führte er bedeutende Forschungen zur Herstellung von Phenol und Ethylenglykol durch.

Im Jahr 1917 begann er zusammen mit Willstätter und Hâgglund ein Projekt zur Herstellung von Nahrungsmitteln aus Zellulose, das während des Zweiten Weltkriegs zur Lösung der Lebensmittelproblematik in Deutschland beitrug. Nach dem Krieg ging er auf Einladungen nach Spanien und Argentinien, wo er technische Beratung leistete und sich schließlich in Argentinien niederließ. Friedrich Bergius starb am 30.

März 1949 in Buenos Aires, Argentinien, im Alter von 65 Jahren.