Biografie
Friedrich Gauermann wurde am 10. September 1807 im österreichischen Miesenbach geboren. Als Sohn des Landschaftsmalers Jacob Gauermann erhielt er seine erste künstlerische Ausbildung von seinem Vater.
Zwischen 1822 und 1827 setzte er seine Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste in Wien fort. Obwohl sein Vater wollte, dass er sich der Landwirtschaft widmet, fand Gauermann, nach dem frühen Tod seines Bruders Carl, seine Berufung in der Kunst. Sein Vater war sehr bemüht, dass er ein guter Maler werden konnte.
Nach Beginn seiner Landschaftsmalerei kopierte Friedrich die Werke von Meistern der Tiermalerei in der Akademie und der Hofbibliothek in Wien. In den Sommermonaten unternahm er Studienreisen in Regionen wie Steiermark, Tirol und Salzburg. Gauermann's Werke spiegeln die Natur als lebendige Einheit wider und stellen Mensch- und Tierfiguren in charakteristischen Situationen dar.
Besonders meisterhaft fängt er das freie Leben der Tiere in wilden Berglandschaften ein. 1836 wurde er Mitglied der Akademie der bildenden Künste in Wien. Im Jahr 1838 heiratete er Elisabeth Kurtz.
Mit seiner großen Ausstellung im Jahr 1830 erreichte er einen bedeutenden Erfolg und die Spitze seiner Karriere. Bis 1840 bereicherte er sich erheblich durch viele Aufträge von umliegenden Adligen. Doch nach 1848 fand er aufgrund veränderter Kunstgeschmäcker keine Käufer mehr für seine Werke und erlebte eine Phase des Stillstands in seiner Karriere.
In dieser Zeit begann er gemeinsam mit seiner Frau ein beschauliches Leben in Miesenbach zu führen. Friedrich Gauermann verstarb am 7. Juli 1862 in Wien im Alter von 55 Jahren.
Nach seinem Tod wurden alle seine verbliebenen Gemälde versteigert, und der Erlös kam seiner Frau zugute. Allerdings verbrannte seine Frau, die den Wert des Geldes nicht kannte, das Geld schnell und musste bald ein armes Leben führen. Das Grab von Friedrich Gauermann befindet sich in seiner Geburtsstadt Scheuchenstein.