Biografie
Galileo Galilei wurde am 15. Februar 1564 in Pisa, Italien, geboren und starb am 8. Januar 1642 in Arcetri, Italien.
Mit 78 Jahren verließ Galileo das Leben und gilt als bedeutender italienischer Wissenschaftler, der als Vater der modernen Physik anerkannt ist. Er wird mit der wissenschaftlichen Revolution in Verbindung gebracht und hat zahlreiche Forschungen in den Bereichen Physik, Astronomie und Astrologie durchgeführt sowie philosophische Ansichten zu diesen Themen geäußert. Besonders konzentrierte sich Galileo auf die Bewegung und entwickelte die Physik des heliozentrischen astronomischen Systems.
Durch Experimente, bei denen er Gewichte vom Schiefen Turm von Pisa fallen ließ, bewies er, dass fallende Körper die gleiche Beschleunigung besitzen, was die physikalischen Vorstellungen von Aristoteles in Frage stellte. 1592 verließ er Pisa und wurde auf den Lehrstuhl für Mathematik an der Universität Padua berufen. Im Jahr 1597 brachte er einen militärisch einsetzbaren Kompass auf den Markt und erfand nach 1600 ein primitives Thermometer sowie ein Pendel.
1609 erfuhr er von der Erfindung des Teleskops und baute ein verbessertes Modell, mit dem er astronomische Beobachtungen durchführen konnte. In seinem 1610 veröffentlichten Werk „Der Sternenbote“ beobachtete er die Mondoberfläche, Sternhaufen und die vier größten Monde des Jupiter. 1611 reiste er nach Rom und wurde Mitglied der Wissenschaftsakademie, bevor er 1613 ein Werk über Sonnenflecken publizierte.
Aufgrund seiner Verteidigung des kopernikanischen Systems sah er sich jedoch dem Druck von Priestern ausgesetzt. 1616 wurde er vom Papst aufgefordert, seine Behauptungen zurückzuziehen. 1632 veröffentlichte er sein Werk „Gespräche über zwei Weltsysteme“ und wurde anschließend vor die Inquisition gestellt.
1633 wurde sein Buch verboten und er zu lebenslanger Haft verurteilt. 1636, während er im Gefängnis war und blind wurde, starb Galileo am 8. Januar 1642 in Arcetri.