Biografie
Garry Kasparov, am 13. April 1963 in Baku, Aserbaidschan geboren, ist ein berühmter Schachspieler. 16 Jahre lang blieb er ununterbrochen auf den von der FIDE veröffentlichten Ranglisten die Nummer eins und wird als einer der stärksten Schachspieler der heutigen Zeit angesehen.
Im Alter von 11 Jahren wurde er von Mikhail Botvinnik als ein talentierter Spieler mit einer vielversprechenden Zukunft bezeichnet und gewann mit 13 Jahren den Titel des sowjetischen Jugendmeisters. Mit 19 Jahren erlangte Kasparov den Titel des stärksten Spielers der Welt und wurde 1985 im Alter von 22 Jahren der jüngste Weltmeister, als er Anatoli Karpow besiegte. Zwischen 1984 und 1990 trat er viermal gegen Karpov an und verteidigte seinen Titel 1993 und 1995 erfolgreich.
Obwohl er im Jahr 2000 eine unerwartete Niederlage gegen Wladimir Kramnik erlitt, blieb er von 1985 bis 2001 stets die Nummer eins auf den FIDE-Ranglisten. Neben seiner Schachkarriere engagiert sich Kasparov aktiv in der Politik sowie in Bildungs- und Sozialreformen. Er gründete die „Kasparov-Stiftung“ und leitete Spendenkampagnen.
Zudem setzte er sich für die Einführung von Schach als Schulfach ein und gründete die Kasparov Internationale Schachakademie. Seine Auseinandersetzung mit der Computertechnologie erreichte 1997 große Aufmerksamkeit, als er gegen den IBM-Computer Deep Blue spielte. Am 10.
März 2005 gab er seinen Rücktritt vom aktiven Schach bekannt. Er gilt nach wie vor als eine bedeutende Persönlichkeit in der Schachwelt.