Biografie
Gevheri gehört zu den herausragenden Dichtern des 17. Jahrhunderts. Über sein Leben sind nur wenige Informationen bekannt, allerdings wird vermutet, dass er um die Mitte des 17.
Jahrhunderts in Krim geboren wurde. Aus der Zeile „Bir kemter kulundur Garip Mehemmed“ seiner Gedichte lässt sich ableiten, dass sein Name „Mehmed“ war. Er erhielt eine Medresenausbildung und verfasste Gedichte in den Versmaßen Aruz und Hece.
Er war als Divan-Schreiber im Dienst von Bahri Pascha tätig, der 1700 starb, und hatte auch in großen Städten des Osmanischen Reiches wie Istanbul und Bursa verschiedene Aufgaben als Divankatip inne. Aus seinen Gedichten geht hervor, dass er ausgiebig im Inland reiste und sich in Städten wie Damaskus, Arabien und Rumelien aufhielt. Zeitweise war er als Staatsbeamter in Damaskus und Bagdad tätig.
Gevheri wird eher als Volksdichter in Istanbul wahrgenommen, und es scheint, dass er kein umherziehender Poet war. Zwischen 1663 und 1683 verfasste er Gedichte, in denen er IV. Mehmed für dessen Feldzüge gegen Österreich Erfolg wünschte, und er schrieb eine Trauerode für seinen Großvater Ahmed Ağa, der in der Festung Eğri gefallen war.
In seinen Gedichten fallen folkloristische Ausdrücke, Empfindungen und Metaphern auf. Sein Tod wird auf das Jahr 1737 datiert. Seine Gedichte wurden erstmals 1928 vom Literaturhistoriker Sadettin Nüzhet Ergun gesammelt, und später, 1958, veröffentlichte Mehmet Halit Bayrı ein Buch mit dem Titel „Gevherî – Hayâtı ve Eserleri“.
Zuletzt erschien 1987 ein Buch über seine Werke, herausgegeben vom Forscher und Autor Şükrü Elçin.