Biografie
Giambattista Vico wurde am 23. Juni 1668 in Neapel, Italien, geboren und verstarb dort am 23. Januar 1744 im Alter von 76 Jahren.
Im 18. Jahrhundert, das von den Einflüssen der wissenschaftlichen Revolution des 17. Jahrhunderts geprägt war, wurde er als bedeutender Denker, Jurist und Historiker anerkannt.
Vico, der als Sohn eines armen Buchhändlers zur Welt kam, erhielt seine Ausbildung im Bereich Jurisprudenz und verbrachte den größten Teil seiner akademischen Laufbahn als Professor für Rhetorik an der Universität Neapel. Er entwickelte ein einzigartiges Geschichtsverständnis und machte mit seinen Forschungen zu Wissen und Geschichte auf sich aufmerksam. Vico stellte sich gegen das kartesische Wissenschaftsverständnis von Francis Bacon und René Descartes und entwickelte tiefgründige Gedanken über Geschichte und menschliches Handeln.
Durch seine Herangehensweise an menschliche Sprache und Institutionen legte er die Grundlagen für die moderne Anthropologie und brachte in seinem Werk „Neue Wissenschaft“ Innovationen in die Geschichtsphilosophie und Geschichtswissenschaft ein. Vico vertrat die Auffassung, dass die Geschichte einen zyklischen Verlauf hat und dass jede Epoche unter ihren spezifischen Bedingungen betrachtet werden sollte. Zu seinen bedeutenden Werken zählen „Neue Wissenschaft“, „Allgemeines Recht“ und „Über die alte Weisheit der Italiener“.
Vico leistete einen wichtigen Beitrag zur Geschichte des Denkens und beeinflusste Denker wie Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Karl Marx.