Biografie
Giuseppe Donizetti wurde am 6. November 1788 in Bergamo, Italien, geboren und verstarb am 12. Februar 1856 in Istanbul.
Der 68-Jährige war ein italienischer Orchester- und Bandmeister und gilt als wichtige Figur, die im 19. Jahrhundert die westliche Musik in der Türkei einführte. Er leistete bedeutende Beiträge zur Entwicklung der ersten türkischen Band, der Mûsikâ-i Hümâyûn.
Seine musikalische Ausbildung begann er bei seinem Onkel Carini Donizetti und erhielt später Unterricht von dem bekannten Opernkomponisten und Lehrer seines Bruders Gaetano Donizetti, dem Deutschen Simon Mayr. Im Jahr 1826 wurde er eingeladen, in Istanbul die neue Militärkapelle Mızıkay-ı Hümâyûn zu organisieren, nachdem Sultan Mahmud II. die Mehterhâne-i Hâkanî aufgelöst hatte.
Am 17. September 1828 kam Donizetti in Istanbul an und gab dort sein erstes Konzert. Der von ihm für Sultan Mahmud II.
komponierte 'Mahmudiye Marşı' sowie der für Sultan Abdülmecit I. geschriebene 'Mecîdiye Marşı' wurden offiziell von dem Osmanischen Reich verwendet. Donizetti bemühte sich auch, türkische Melodien in seinen Werken zu integrieren.
In den letzten Jahren seines Lebens erhielt er den Titel 'Paşa' und diente 28 Jahre lang dem Osmanischen Imperium. Nach seinem Tod wurde seine Leiche in der Santa Maria Kirche in Beyoğlu aufbewahrt und am 6. März 1856 auf dem Friedhof der Santa Esprit Kirche in Şişli beigesetzt.
Zu Ehren seiner Person gibt es das 'Palazzo Donizetti Hotel' in Beyoğlu.