Biografie
Gomidas wurde am 26. September 1869 im Osmanischen Reich in Kütahya geboren und gilt als ein berühmter Musiker und Komponist. Sein Geburtsname lautete Soğomon Kevork Soğomonyan und er wuchs in einer musikalischen Familie auf.
Im Alter von einem Jahr verlor er seine Mutter und mit elf Jahren seinen Vater, was dazu führte, dass er sein musikalisches Talent weiterentwickelte. Gomidas setzte seine Ausbildung in Bursa fort und reiste 1896 nach Berlin, um am Konservatorium für Musik zu studieren. Dort gründete er einen Kirchenchor und übernahm dessen Leitung.
1899 promovierte er im Fach Musikologie und kehrte nach Etschmiadsin zurück. Auf seinen Reisen durch die ländlichen Gebiete Armeniens sammelte er über 3000 armenische Volkslieder und transkribierte sie. Sein bedeutendstes Werk ist die Heilige Liturgie Badarak, die in armenischen Kirchen gesungen wird.
Im Jahr 1910 ließ er sich in Istanbul nieder und gründete dort den Gusan-Chor mit 300 Mitgliedern. Am 24. April 1915 wurde er von der osmanischen Regierung verhaftet, was zu einer Verschlechterung seiner psychischen Gesundheit führte.
1919 wurde er in ein Sanatorium in Paris eingewiesen, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Gomidas verstarb am 22. Oktober 1935 in Paris im Alter von 66 Jahren.
Er gilt als Gründungsvater der armenischen Nationalmusikschule, und viele Orte tragen heute seinen Namen.