Biografie
Gorgias wurde im Jahr 483 v. Chr. in der Stadt Lentini auf der italienischen Insel Sizilien geboren.
Er gilt als eine bedeutende Persönlichkeit der antiken griechischen Philosophie und ist bekannt für seine Gedanken, die er als Gegenposition zur Naturphilosophie entwickelte. Im Jahr 427 v. Chr.
kam er während des Peloponnesischen Krieges nach Athen und erlangte dort durch seine beeindruckenden Reden große Bekanntheit als Rhetor. Gorgias ist der Autor der Werke „Über das Nichts“ und „Lob der Helena“. Als Verfechter einer radikalen Nihilismus und Skeptizismus argumentierte er, dass keinerlei Werte existieren und Wissen unmöglich sei.
Er stellte fest, dass die Menschen von Wissen ausgeschlossen sind und drückte aus, dass alles durch Überzeugung anerkannt werden kann. Gorgias wurde im Dialog „Gorgias“ von Platon, der das Wesen und den Wert der Rhetorik erforschte, gelobt. Er versuchte, eine wirkungsvolle Prosa zu entwickeln, die mit der Poesie konkurrieren konnte, und machte die Stilistik zu einem wesentlichen Bestandteil der Rhetorik.
Gorgias verstarb im Jahr 376 v. Chr. in Griechenland im Alter von 107 Jahren.