Biografie
Gregor Mendel wurde am 22. Juli 1822 im tschechoslowakischen Ort Heinzendorf geboren. Bekannt als der Begründer der Genetik lernte Mendel schon in jungen Jahren von seinem Vater die Feinheiten des Pflanzenanbaus.
Im Jahr 1833 wurde er an ein Gymnasium in Leipnik geschickt und ein Jahr später an ein weiteres Gymnasium in Trappau. Nach dem Erhalt seines Abiturs im Jahr 1840 belegte er Philosophievorlesungen an der Universität Olmütz. Aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse seiner Familie nutzte er das Brautgeld seines Bruders, um seine Ausbildung fortzusetzen.
1843 trat er in das Kloster der Augustiner in Brünn ein und erhielt dort den Namen Gregor. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1847 arbeitete Mendel einige Zeit im Krankenhaus, bevor er 1849 als Vertretungslehrer in Znaim eingestellt wurde. 1850 unternahm er den Versuch, das Universitätsexamen abzulegen, um Naturwissenschaftslehrer zu werden, scheiterte jedoch daran.
Mit Unterstützung der Klosterleitung wurde er an die Universität Wien geschickt, wo er zwischen 1851 und 1853 eine Ausbildung in Naturwissenschaften und Botanik erhielt. 1854 begann er, an der Technischen Schule in Brünn zu unterrichten. Mendel setzte seine Pflanzenhybridisierungsarbeiten bis 1861 fort.
Im Jahr 1861 wurde er zum Oberen des Klosters ernannt, was es ihm jedoch erschwerte, Zeit für seine wissenschaftlichen Forschungen aufzuwenden. Durch seine Experimente mit Erbsen entdeckte Mendel die grundlegenden Prinzipien der Vererbung und veröffentlichte diese später. Allerdings fanden seine Entdeckungen lange Zeit kaum Beachtung in der wissenschaftlichen Welt.
Am 6. Januar 1884 verstarb Mendel in Brünn, dem heutigen Brno in der Tschechischen Republik.