Biografie
Geburtsdatum: 26. Juni 1947 - Gulbeddin Hikmetyar ist 78 Jahre alt. Geburtsort: Imam Sahib, Kunduz, Afghanistan.
Von 17. Juni 1993 bis 28. Juni 1994 sowie erneut vom 26.
Juni 1996 bis 11. August 1997 war er Premierminister Afghanistans. Gulbeddin Hikmetyar wurde am 26.
Juni 1947 in Imam Sahib, Kunduz, Afghanistan, geboren und schloss sein Studium als Elektroingenieur an der Universität Kabul ab. Nach der Befreiung Afghanistans im Jahr 1989 wurde er 1992 zum Premierminister vom Rajab der afghanischen Mudschaheddin gewählt. Anschließend übernahm er die Führung der gemäß den USA agierenden afghanischen Mudschaheddin im Kampf gegen die Sowjetunion.
In einer Erklärung gegenüber der Associated Press forderte Hikmetyar, dass die Taliban-Führer ein breit gefächertes Bündnis im Kampf gegen die USA bilden sollten und kündigte an, dass er und seine Gefolgsleute sich solch einer Kraft anschließen würden. Während seiner Amtszeit im Jahr 1996 erließ er das Verbot von Musikübertragungen in Radio und Fernsehen in Kabul und ordnete die Schließung aller Kinos an. Laut Human Rights Watch wurden im August 1992 durch die Raketenangriffe von Gulbeddin Hikmetyars Truppen mindestens 2.000 Menschen, die größtenteils Zivilisten waren, getötet und eine halbe Million Menschen flohen aus Kabul.
Am 9. Januar 1995 führte das Bombardement von Gulbeddin Hikmetyars Truppen auf die Hauptstadt Kabul zu mehr als 20 Todesopfern. Nachdem die Taliban im Jahr 1997 ihre Macht im Land ausgebaut hatten, sah sich Gulbeddin Hikmetyar gezwungen, Kabul zu verlassen und wurde 2003 von den USA als Terrorist eingestuft.
In den 1980er Jahren wurde er als "Schlächter von Kabul" bekannt, da er während der sowjetischen Besatzung als Guerillaführer ohne Zielgerichtetheit auf die Stadt feuerte. Gulbeddin Hikmetyar, der auf der Sanktionsliste der Vereinten Nationen steht, waren die Sanktionen nach einem im Jahr 2016 unterzeichneten Friedensabkommen auf Antrag der afghanischen Regierung aufgehoben worden. 2017 kehrte Gulbeddin Hikmetyar, nach seiner Streichung von der Terror-Sanktionsliste der Vereinten Nationen, aus dem Iran in die Hauptstadt Kabul zurück.