Gülsün Karamustafa

Maler
Verheiratet

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Biografie

Gülsün Karamustafa, geboren am 2. Dezember 1946 in Ankara, ist eine bedeutende türkische Malerin. Ihr vollständiger Name lautet Nigâr Gülsün Karamustafa und ihr Vater war der bekannte Radiomoderator Hikmet Münir Ebcioğlu.

Ihre Ausbildung begann sie am Ankara-Kolleg, wo sie Unterricht in Malerei bei angesehenen Künstlern wie Eşref Üren, Turgut Zaim und Selva Tamkan erhielt. Ihre erste Ausstellung fand 1962 in den Räumen des Ankara-Kollegs statt, und im selben Jahr wurde eines ihrer Gemälde in die Staatsausstellung für Malerei aufgenommen. Nach Abschluss ihrer Schulausbildung trat sie in die Staatsakademie für Schöne Künste in Istanbul ein und schloss 1969 das Atelier von Bedri Rahmi Eyüboğlu ab.

Im Jahr 1971 wurde sie nach dem Militärputsch vom 12. März zusammen mit ihrem Ehemann verhaftet und verbüßte eine sechsmonatige Haftstrafe. Die Erfahrungen, die sie während ihrer Zeit im Gefängnis sammelte, beeinflussten ihr künstlerisches Schaffen maßgeblich.

1978 eröffnete sie ihre erste professionelle Einzelausstellung in der Taksim Kunstgalerie in Istanbul. Ab den 1980er Jahren wandte sie sich von der Malerei der Skulptur zu und begann, in verschiedenen Kunstformen wie Collage, Teppich und Installationen zu arbeiten. Karamustafa war auch im Film aktiv und fungierte 1984 als Szenenbildnerin in dem Film „Bir Yudum Sevgi“.

Im Jahr 1990 übernahm sie die Regie für den Film „Benim Sinemalarım“, mit dem sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt. 1994 zeigte sie ihre erste internationale Einzelausstellung in Montreal, Kanada, und nahm an verschiedenen internationalen Projekten teil. In den Jahren 2013 und 2016 wurden Retrospektiven ihrer Werke ausgerichtet.

2021 wurde sie mit dem Roswitha Haftmann Preis, einer der angesehensten Kunstpreise Europas, ausgezeichnet. Karamustafa führt ihr Leben und ihre künstlerischen Aktivitäten in Istanbul fort.