Gunter von Hagens

Arzt

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Biografie

Gunter von Hagens wurde am 10. Januar 1945 im polnischen Skalmierzyce, im Landkreis Kalisch, geboren. Er ist ein deutscher Anatom und Unternehmer, der es geschafft hat, menschliches Gewebe kurz nach dem Tod durch eine Methode namens Plastination unversehrt zu konservieren.

Mit seiner Anatomieausstellung „Body Worlds“ erlangte Hagens weltweite Bekanntheit, die in vielen Ländern, einschließlich der Türkei, auf großes Interesse stieß. Hagens ist an einer Gerinnungsstörung (Hämophilie) erkrankt, was sein Interesse an der Medizin verstärkt hat. Nach dem Abitur immatrikulierte er sich an der Medizinischen Fakultät der Universität Jena, wo er seine Ausbildung absolvierte.

1969 wurde er während des Versuchs, aus Deutschland zu fliehen, als Tschechoslowakei besetzt wurde, gefangen genommen und verbrachte zwei Jahre im Gefängnis. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis im Jahr 1970 schloss er sein Medizinstudium ab und erhielt 1975 seine Doktorwürde von der Universität Heidelberg. 1977 patentierte er die von ihm entwickelte Plastinationstechnologie im Jahr 1978.

Diese Methode ermöglicht die Verwendung von totem Gewebe zu anatomischen Zwecken, indem es mit Plastik überzogen wird. 1993 gründete er in Heidelberg das erste Plastinationsinstitut der Welt. In den Mitte der 1990er Jahre gelang es Hagens, einen kompletten menschlichen Leichnam auf diese Weise zu bewahren, und seine erste Ausstellung eröffnete er 1995 in Japan.

Die Body Worlds Ausstellung hat eine große Bedeutung für Medizinstudenten und erreichte insgesamt über 26 Millionen Besucher. In diesem Prozess sah sich Hagens Reaktionen von christlichen, muslimischen und jüdischen Religionsvertretern ausgesetzt.