Biografie
Gustav Bauernfeind wurde am 4. September 1848 in der Stadt Sulz am Neckar, im Bundesland Württemberg, Deutschland, geboren. Er wuchs als katholischer Jude in diesem Ort auf.
1853 zog seine Familie nach Stuttgart, wo er eine Ausbildung in Architektur begann. Von 1864 bis 1869 studierte er an der Technischen Hochschule Stuttgart und arbeitete anschließend als Architekt bei Professor Wilhelm Baumer und Adolph Gnauth. Während einer Reise in den Nahen Osten zwischen 1880 und 1882 besuchte er Ägypten, Syrien und Palästina, was sein Interesse an diesen Regionen verstärkte.
Zwischen 1884 und 1887 reiste er erneut dorthin und traf während dieser Reisen Elise Bertsch, die er später heiratete. 1889 heiratete er Elise Bertsch, und 1894 wurde ihr Sohn Otto geboren. 1896 zog er mit seiner Familie nach Palästina und ließ sich 1898 in Jerusalem nieder.
In seinen Gemälden konzentrierte er sich auf das Leben und die Architektur in Palästina und schuf Ölgemälde mit fotografischer Schärfe. Darüber hinaus schuf er auch Aquarell-Landschaftsbilder. Am 24.
Dezember 1904 verstarb er in Jerusalem im Alter von 56 Jahren. Seine Grabstätte befindet sich auf dem deutschen Friedhof im Tempel-Viertel in Jerusalem. In seinem Geburtsort Sulz am Neckar gibt es ein Museum, das seinen Namen trägt.
Zu seinen berühmtesten Werken gehören Gemälde wie „Der Tempelberg – Eingang nach Jerusalem“, „Markttag in Jaffa“ und „Die Klagemauer“.