Biografie
Gustav Fechner wurde am 19. April 1801 im Südosten Deutschlands, in der Region Lusatia in Polen, geboren. Sein vollständiger Name ist Gustav Theodor Fechner.
Nach dem Abschluss seiner ersten und mittleren Schulbildung in seiner Heimatstadt studierte er Biologie, wandte sich jedoch später der Mathematik und Physik zu. Nach seinem Abschluss an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig setzte er seine Karriere in den Bereichen Physik und Mathematik fort. Fechner übersetzte französische Handbücher aus den Bereichen Physik und Chemie ins Deutsche.
Im Jahr 1831 veröffentlichte er eine bedeutende Arbeit über Gleichstrom und begann 1824, Physikvorlesungen an der Universität Leipzig zu halten. 1835 erhielt er den Titel eines Physikprofessors. In dieser Zeit litt er jedoch an schwerer Depression.
Er hatte Probleme mit der Anpassung, litt unter einer Unfähigkeit, seine Nahrung zu verdauen, und war überempfindlich gegenüber Licht. Zwischen 1839 und 1840 erlitt er aufgrund des beobachteten Sonnenlichts eine teilweiser Erblindung, was ihn dazu führte, sich der Psychologie und Philosophie zuzuwenden. Nachdem Fechner 1846 wieder sehen konnte, begann er, Philosophievorlesungen zu halten und formulierte das Gesetz der psychophysischen Gesetzmäßigkeit.
Besonders im Bereich der Psychologie führte er experimentelle Studien durch und betonte die Bedeutung experimenteller Methoden für den Erfolg der Psychologie. Nach seiner Emeritierung von der Universität im Jahr 1844 widmete er sich intensiven Studien, um die Philosophie auf eine wissenschaftliche Grundlage zu stellen. Gustav Fechner verstarb am 18.
November 1887 im Alter von 86 Jahren in Leipzig, Deutschland.