Biografie
Gustav Vigeland wurde am 11. April 1869 in der Stadt Mandal an der Südküste Norwegens geboren. Sein Vater, Eliseus Thorsen, war Zimmermann, während seine Mutter eine Bäuerin war.
Die Familie lebte in einem Haus in der Nähe des Stadtzentrums. Nachdem sein Vater bankrott gegangen war, verließ seine Mutter mit ihren drei Kindern den Vater und ließ sich in Vigeland nieder. Gustav lernte das Lesen und Schreiben sowie die Holzschnitzerei an einer Schule in Oslo.
Nach dem unerwarteten Tod seines Vaters war er gezwungen, nach Mandal zurückzukehren, wo er bei seinem Großvater lebte. Zwischen 1891 und 1896 hielt er sich in Kopenhagen, Paris, Berlin und Florenz auf und nahm an einer Veranstaltung in Paris teil, die von Auguste Rodin organisiert wurde. In Berlin teilte er sich ein Atelier mit dem norwegischen Maler Edvard Munch.
Seine ersten Ausstellungen, die in Norwegen 1894 und 1896 stattfanden, fanden bei den Kritikern großen Anklang. Im Jahr 1901 gewann er den Entwurf für die Nobel-Friedensmedaille, auf der drei nackte Männerfiguren abgebildet sind. Bis 1902 war er an den Renovierungsarbeiten der Nidaros-Kathedrale in Trondheim beteiligt, bevor er nach Oslo zurückkehrte und in ein verlassenes Atelier zog.
Im Jahr 1921 ließ die Stadtverwaltung von Oslo seine Wohnstätte abreißen und dort eine Bibliothek errichten, während Vigeland einen neuen Ort zugewiesen bekam. 1924 zog er in sein neues Atelier in Nobels, wo er die Möglichkeit hatte, seine Werke im Freiluftmuseum auszustellen. Heute ist dieser Ort als Vigeland Park bekannt.
Der Monolith, eine 17 Meter hohe Granitsäule, stellt 121 menschliche Körper dar. Gustav Vigeland verstarb am 12. März 1943 in Oslo im Alter von 74 Jahren.
Gemäß seinem Testament werden die Ashes seines Leichnams im Glockenturm von Oslo aufbewahrt. Der Vigeland Park besteht aus 214 Granit- und Bronze-Statuen sowie 13 Gusseisen-Toren und gilt als das größte Freiluft-Skulpturenmuseum der Welt.