Biografie
Hakaru Hashimoto wurde am 5. Mai 1881 im Dorf Ayama-Gun in der Präfektur Mie, Japan, geboren. Als drittes Kind in seiner Familie arbeitete die Familie Hashimoto über viele Jahre als persönliche Ärzte für zahlreiche hochrangige Persönlichkeiten.
Sein Großvater, Gen’I Hashimoto, war einer der bekanntesten Ärzte seiner Zeit. Seine schulische Laufbahn begann Hakaru im Jahr 1886 mit der Grundschule, bevor er an die dritte Höhere Schule in Kyoto wechselte. Im Jahr 1903 schrieb er sich am Fukuoka Medizinischen College ein, einer Zweigstelle der neu gegründeten Kyushu Universität, und gehörte zu den ersten Absolventen, die 1907 ihren Abschluss machten.
Er trat in die chirurgische Abteilung ein und setzte seine medizinische Ausbildung unter der Anleitung von Prof. Dr. Hayari Miyake, dem ersten japanischen Neurochirurgen, fort.
Während seiner Masterstudien untersuchte er vier histologische Proben von chirurgisch entfernten Schilddrüsen und bezeichnete seine Entdeckungen als Struma-Lymphom. Im Jahr 1912 ging Hashimoto an die Universität Göttingen in Deutschland, um Pathologie zu studieren, wo er sich mit Tuberkulose der Harnwege beschäftigte. Als der Erste Weltkrieg 1915 begann, kehrte er über England nach Japan zurück.
1916 gründete er seine eigene chirurgische Klinik und wurde Stadtarzt. Er besuchte Patienten mit akuten Fällen in ihren Häusern und forderte von diesen keinerlei Gebühren. Hakaru Hashimoto ist vor allem für die Entdeckung der nach ihm benannten Hashimoto-Krankheit im Jahr 1912 bekannt.
Diese Krankheit ist eine autoimmune Erkrankung, bei der das Immunsystem die Schilddrüse angreift und die Abwehrzellen des Körpers sich selbst schädigen. Dr. Hakaru Hashimoto heiratete Yoshiko Miyake, die japanische Literatur am Frauenhochschulkolleg studierte.
Aus dieser Ehe gingen eine Tochter namens Hanako sowie drei Söhne mit den Namen Harou, Ken’ichi und Kazuo hervor. Hakaru, der buddhistischen Glaubens war, diente als Präsident der buddhistischen Gemeinde an der Kyushu Universität. Er starb 1934 im Alter von 53 Jahren an Typhus.
Zu seinen Ehren wurde eine Straße namens Hashimoto-dori auf dem Maidashi-Campus der Kyushu Universität benannt.