Biografie
Halet Çambel wurde am 27. August 1916 in Berlin, Deutschland, geboren und verstarb am 12. Januar 2014 im Alter von 98 Jahren in ihrem Zuhause in Arnavutköy.
Sie war eine international anerkannte türkische Archäologin und Akademikerin. Zu den bedeutendsten Wissenschaftlern der prähistorischen und antiken Geschichte zählend, gehört sie zu den versiertesten Fachleuten der türkischen Hethitologie. Ihre Ausbildung begann sie an der Mädchenschule in Arnavutköy und setzte sie mit einem Archäologiestudium an der Universität Istanbul fort.
1936 nahm sie an den Olympischen Spielen in Berlin teil und war eine der ersten türkischen Frauen, die ihr Land dort vertraten. 1940 begann sie als Assistentin an der Fakultät für Literatur der Universität Istanbul zu arbeiten und schloss 1944 ihre Doktorarbeit ab, was den Startschuss für ihre akademische Laufbahn bedeutete. Halet Çambel war die Gründerin des Lehrstuhls für Prähistorie an der Fakultät für Literatur der Universität Istanbul.
1960 erhielt sie den Titel einer Professorin für Prähistorie und ging 1984 in den Ruhestand. Über mehr als 50 Jahre hinweg leistete sie bedeutende Beiträge im Bereich der Prähistorie und Archäologie und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. 2005 wurde sie mit dem Prinz-Claus-Preis ausgezeichnet und 2008 vom Anatolischen Volkswissenschafts- und Kulturverein mit dem „Freiheitsmenschenpreis“ geehrt.
Im Jahr 2010 erhielt sie den „Großen Kultur- und Kunstpreis 2010“ des Ministeriums für Kultur und Tourismus der Republik Türkei. Halet Çambel heiratete 1938 den bekannten Dichter und Architekten Nail Çakırhan und lebte 70 Jahre lang mit ihm zusammen. Sie hatte keine Kinder.
2004 vermachte sie die historische „Rote Yalı“ der Boğaziçi-Universität.