Biografie
Geburtsdatum: 20. Juni 1916, Sterbedatum: 10. Juli 1996.
Hamiyet Yüceses starb im Alter von 80 Jahren. Sterbeort: Marmaris, Muğla. Sie war eine herausragende Künstlerin der Türkischen Kunstmusik.
Hamiyet Yüceses wurde am 20. Juni 1916 in Istanbul geboren. Ihre Mutter, Kadriye Hanım, und ihr Vater, Halil Efendi, war ein Handelsmann für Schläuche.
Sie besuchte die Hacı Kadın Grundschule. Schon in jungen Jahren fiel sie durch ihre schöne Stimme auf und war ein großer Fan von Hafız Burhan. An der Hacı Kadın Grundschule in Haseki war sie Schülerin.
Hamiyet Yüceses erhielt Privatunterricht bei bekannten Künstlern wie Selahattin Pınar, Sadettin Kaynak, Yesari Asım Arsoy, Mısırlı İbrahim und Bimen Şen. Im Juli 1932 wurde sie bei einem Wettbewerb im Kadıköy Mısırlıoğlu Garten zur "Türkischen Königin der Stimmen" gewählt. 1933 trat sie im alten Radio Istanbul auf und nahm Platten für die Firmen Sahibinin Sesi, Columbia und Odeon auf.
Als 1934 das Gesetz über Nachnamen in Kraft trat, erhielt sie auf Drängen von Sadettin Kaynak und Selahattin Pınar den Nachnamen "Yüceses". Sadettin Kaynak schuf Kompositionen für Hamiyet, die auf ihrer Stimme basierten, darunter "O Dudaklar", "Yasemen" und "Kirpiklerinin Gölgesi". Diese Schallplatten brachen Verkaufsrekorde in ihrer Zeit.
1940 heiratete sie den Marineunteroffizier Fethi Yüceses. Am 14. Juli 1942 verlor sie ihren Ehemann bei dem Untergang des U-Boots Atılay, das in der Seefahrtsgeschichte als Atılay-Katastrophe bekannt wurde.
Der Schmerz über ihren Verlust führte zu dem berühmten Lied "Gitti de Gelmeyiverdi". Hamiyet Yüceses' Ruhm wuchs weiter mit dem schwer zu singenden Lied "Makber", dessen Text von Abdülhak Hamit Tarhan und die Musik von Mehmed Baha Pars stammt. 1944 heiratete sie Kemal Mollaoğlu, doch diese Ehe endete Ende 1955.
Im Jahr 1956, während sie im Cumhuriyet Gazinosu auftrat, legte sie den Grundstein für eine 40 Jahre währende Ehe, indem sie auf Wunsch des jungen Medizinstudenten Osman Sabuncu ein Lied sang. In dieser Zeit war sie auch Mitglied des Türkischen Musik Ensembles am Stadtgarten Istanbul. 1946 sorgte ihr Gesang des Liedes "Bakmıyor Çeşm-i Siyah", das sie um eine Gazel erweiterte, für großes Aufsehen.
Im Jahr 1949 nahm sie dieses Lied für Odeon-Platten auf und erzielte Rekordverkäufe, die bis heute unerreicht sind. Außerdem wirkte sie bis Ende 1953 im neu eröffneten Istanbul Radio mit. 1950 spendete sie ihr Radiohonorar für Universitätsstudierende.
Jährlich wurde der "Hamiyet Preis" im Rahmen des Literaturwettbewerbs der Studentenvereinigung vergeben. Sie trat in Filmen wie Efsuncu Baba, Affet Beni Allahım, Kanun Namına, Soygun, İncili Çavuş und Mahallenin Namusu auf. Zudem gab sie Konzerte in Syrien, Libanon, Zypern, Israel, Deutschland und den USA.
Im BBC-Radio war sie ebenfalls aktiv. Auf den bekanntesten Kavernen der damaligen Zeit, wie Taşlık Gazinosu, Maksim Gazinosu und Kristal Gazinosu, trat sie als Solokünstlerin auf. Menschen, die sich an diese Zeit erinnern, berichten oft von einem besonderen Moment: Wenn Hamiyet Yüceses im Kristal Gazinosu am Taksim Platz "Bakmıyor Çeşm-i Siyah" sang, hielt der Verkehr an, und viele Schaulustige versammelten sich, während die Kunden des Lokals staunend lauschten.
Nach dem Ende des Liedes kehrte jedoch alles zur Normalität zurück. Ihre Ehen: Erster Ehemann: Fethi Yüceses (verheiratet 1940–1942), sie bekamen einen Sohn namens Hasan. Zweiter Ehemann: Kemal Mollaoğlu (verheiratet 1944–1955).
Dritter Ehemann: Osman Sabuncu (verheiratet 1956–1996). Hamiyet Yüceses verbrachte ihre letzten Lebensjahre in ihrem Haus mit großem Garten in Datça. Am 10.
Juli 1996 wurde sie mit Herz- und Atemstillstand ins Krankenhaus eingeliefert. Nach ihrem Aufenthalt auf der Intensivstation erlitt sie eine Hirnblutung und verstarb noch am selben Tag im Alter von 80 Jahren. Hamiyet Yüceses starb am 10.
Juli 1996 in Marmaris, Muğla, im Alter von 80 Jahren. Ihre Beisetzung fand in Istanbul auf dem Karaca Ahmet Friedhof statt.