Biografie
Heinz Guderian wurde am 17. Juni 1888 in Chełmno, Polen, geboren und starb am 14. Mai 1954 im Alter von 66 Jahren in Schwangau, Deutschland.
Er war ein deutscher General, der während des Zweiten Weltkriegs diente und für die von ihm entwickelte Blitzkrieg-Taktik, die den Einsatz von Panzern beinhaltete, bekannt ist. Diese Taktik ermöglichte es ihm, durch das Öffnen tiefer Durchbrüche in den feindlichen Linien große Erfolge mit Umgehungsmanövern zu erzielen. Guderian gilt in der Geschichte als der erste Kommandeur, der eine Armee mit gepanzerten Fahrzeugen führte.
Bereits in jungen Jahren trat er in die Armee ein und wurde nach dem Abschluss der Militärschule der dritten Telegrapheneinheit zugeteilt. 1937 wurde Guderian zum Kommandeur der Panzertruppen ernannt und erregte während des Überfalls auf Polen 1939 mit seinen entwickelten Taktiken Aufmerksamkeit. Während der Frankreichoffensive 1940 erzielte er mit der von ihm befehligten 19.
Panzerkorps entscheidende Fortschritte, die den Ausgang des Krieges maßgeblich beeinflussten. 1941 befehligte Guderian die 2. Panzerarmee, die auf Moskau vorrückte, kam jedoch in Konflikt mit Adolf Hitler und wurde 1941 aus dem Dienst entfernt.
Gegen Ende des Krieges, im Jahr 1945, wurde er nach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler stellvertretender Chef des Generalstabes des Oberkommandos der Wehrmacht. Nach Kriegsende, am 10. Mai 1945, surrenderte er den amerikanischen Streitkräften und entging so der Anklage vor dem Nürnberger Prozess.
In der Nachkriegszeit gab Guderian Informationen über seine ehemaligen Kollegen preis und arbeitete mit den Alliierten zusammen. Anfang der 1950er Jahre sprach er sich für den Wiederaufbau der deutschen Streitkräfte in Westdeutschland aus und lebte den Rest seines Lebens als leidenschaftlicher deutscher Nationalist. Er verfasste das Buch "Panzer Leader" und starb am 14.
Mai 1954.