Biografie
Henri Coandă wurde am 7. Juni 1886 in Bukarest, der Hauptstadt Rumäniens, geboren und ist als Ingenieur, Erfinder und Physiker bekannt. Sein Vater, General Constantin Coandă, hatte 1918 für kurze Zeit das Amt des Ministerpräsidenten Rumäniens inne.
Seine Mutter, Aida Danet, ist die Tochter des berühmten französischen Arztes Gustave Danet. Nach dem Abschluss der Grundschulausbildung im Nationalen Kolleg Sankt Sava wurde Coandă 1899 zur Militärkarriere geleitet und trat in die Militärakademie in Iași ein. Nach dem Schulabschluss im Jahr 1903 setzte er seine Ausbildung an der Artillerie-, Ingenieur- und Marineoffiziersschule in Bukarest fort.
Nach seiner Rückkehr nach Rumänien im Jahr 1908 wurde er als aktiver Offizier im 2. Artilleriebataillon eingesetzt, verließ jedoch aufgrund seines unkonventionellen Charakters die Armee. 1909 immatrikulierte er sich an der neu gegründeten Hochschule für Luftfahrt und Bauwesen in Paris, wo er aerodynamische Experimente durchführte.
Im Jahr 1910 entwarf und entwickelte er das Modell 'Coandă-1910', das als das erste jetgetriebene Flugzeug der Welt gilt. Coandă wurde für seine Innovationen im Bereich der Luftfahrt bekannt und stellte sein Flugzeug 1910 auf der Zweiten Internationalen Luftfahrtausstellung in Paris vor. Während des Zweiten Weltkriegs leistete er sowohl für die Achsen- als auch für die Alliierten bedeutende Beiträge im Bereich der Luftfahrt.
In der Nachkriegszeit unterrichtete er in mehreren Ländern und gab in den 1950er Jahren der Jetmotor-Theorie ihre endgültige Form. Als er 1969 nach Rumänien zurückkehrte, wurde Coandă im ersten Jahr der Herrschaft von Nicolae Ceaușescu zum Präsidenten für Wissenschaft und Technologie der Luftstreitkräfte ernannt. Am 25.
November 1972 verstarb er im Alter von 86 Jahren in Bukarest.