Biografie
Henri Rousseau, am 21. Mai 1844 in Laval, Mayenne, Frankreich geboren, war ein französischer postimpressionistischer Maler. Sein Vater arbeitete als Klempner, und Rousseau besuchte das Lycée von Laval.
Obwohl er in seinen allgemeinen Fächern nur durchschnittliche Leistungen erzielte, war er in Zeichen- und Musikunterricht sehr erfolgreich. Nach dem Abitur begann er 1863 eine Tätigkeit als Anwalt in Angers, wurde jedoch aufgrund eines Streits eingezogen. Nach Beendigung seines Militärdienstes zog er 1868 nach Paris, wo er als Staatsangestellter arbeitete, was ihm den Spitznamen „Le Douanier“ (Zollbeamter) einbrachte.
Ab 1886 stellte Rousseau regelmäßig im Salon des Indépendants aus. Obwohl er Frankreich nie verlassen und nie einen echten Dschungel gesehen hatte, sind seine bekanntesten Werke von Dschungelthemen inspiriert. Er ließ sich von illustrierten Büchern, botanischen Gärten und ausgestopften Tieren leiten.
Viele seiner Arbeiten zeichnen sich trotz eines scheinbar kindlichen Stils durch formalen und stilistischen Anspruch aus. 1897 schuf er das Werk „La Bohémienne endormie“ (Die schlafende Zigeunerin), das zu seinen bekanntesten Zielen zählt. Rousseau erregte auch das Interesse surrealistischer Künstler und produzierte während seiner Karriere Werke in vielen verschiedenen Stilen.
1905 malte er das große Bild „Der hungrige Löwe, der auf eine Antilope springt“, das zusammen mit den Arbeiten junger avantgardistischer Maler ausgestellt wurde. 1907 wurde er von der Mutter des Malers Robert Delaunay gebeten, den „Schlangenspieler“ zu schaffen. Zwischen seinen Ehen hatte er Clémence Boitard und Josephine Noury als Partnerinnen.
Mit Clémence Boitard hatte er fünf Kinder. Henri Rousseau starb am 2. September 1910 in Paris, Frankreich, im Alter von 66 Jahren.