Biografie
Henrik Ibsen wurde am 20. März 1828 in der Stadt Skien, Norwegen, geboren und verstarb am 23. Mai 1906 im Alter von 78 Jahren in Oslo.
Er gilt als einer der bekanntesten Dramatiker und Dichter und wird als Wegbereiter der kritischen realistischen Literatur im Theater angesehen. Ibsen zählt zu den Gründern des modernen Theaters. Als das älteste von fünf Kindern wuchs er in einer Familie auf, deren Vater, Knud Ibsen, ein Kaufmann war.
Als Ibsen acht Jahre alt war, geriet die Familie jedoch in finanzielle Schwierigkeiten und verlor ihren wohlhabenden Lebensstil. Diese Umstände führten dazu, dass Ibsen bereits in jungen Jahren zu arbeiten begann. Mit 16 Jahren, nach dem Tod seiner Mutter, machte er eine Lehre in einer Apotheke, um seinen Lebensunterhalt zu sichern.
Während seiner fünfjährigen Zeit in Bergen kam er mit der Theaterkultur in Berührung und begann, eigene Stücke zu inszenieren. 1864 reiste er ins Ausland und lebte 27 Jahre lang in Städten wie Rom, Dresden und München. Ibsens Werke sind oft von norwegischen Sagen und seiner Geschichte inspiriert.
Er erlangte Berühmtheit mit Stücke wie „Brand“ und „Peer Gynt“. In seinen Dramen behandelte er Themen wie gesellschaftliche Heuchelei, den Kampf um die Emanzipation der Frau und seelische Konflikte des Individuums. 1858 heiratete er Suzannah Daae Thoresen, mit der er 1859 einen Sohn namens Sigurd hatte.
Sigurd wurde später Norwegens erster Minister in Stockholm. Zudem verfasste Ibsen etwa 300 Gedichte. Zu seinen bedeutenden Werken zählen auch „Ein Puppenheim“, „Gespenster“ und „Der Wilde Ente“.