Biografie
Herman Melville wurde am 1. August 1819 in Manhattan, New York, USA, geboren. Er gilt als eine der bedeutendsten Figuren der amerikanischen Literatur und ist vor allem für seinen Roman „Moby Dick“ bekannt.
Schon in jungen Jahren begann Melville mit dem Schreiben, jedoch fanden seine ersten Werke bei den Kritikern zunächst nicht die nötige Beachtung. Erst nach seinem Tod wurden seine Werke wiederentdeckt und erlangten einen wichtigen Platz in der Literaturwelt. In seiner Jugend verlor Melville einen Großteil seines Sehvermögens aufgrund einer durchgemachten Scharlachkrankheit.
Um die Familie zu unterstützen, arbeitete er in verschiedenen Berufen, bevor er 1838 die Lansingburgh Akademie besuchte, um Ingenieurwesen zu studieren. Im Jahr 1841 begab er sich auf ein Walfangschiff; aus diesen Erfahrungen heraus thematisierte er in seinen Werken die Konflikte und Heucheleien der menschlichen Natur. 1847 heiratete er Elizabeth Knapp Shaw, mit der er vier Kinder hatte.
1866 begann Melville in New York als Zollinspektor zu arbeiten, ein Amt, das er neunzehn Jahre lang ausübte. Am 28. September 1891 verstarb er im Alter von 72 Jahren an einem Herzinfarkt und wurde auf dem Woodlawn Cemetery im Bronx, New York, beigesetzt.
Zu seinen bedeutenden Werken zählen „Typee“, „Omoo“, „White Jacket“ und „Moby Dick“. In den 1920er Jahren wurde Melville erneut entdeckt, und sein literarisches Erbe wird bis heute mit großem Interesse untersucht.