Biografie
Hermann Ebbinghaus wurde am 24. Januar 1850 in der Stadt Barmen, Deutschland, geboren. Während seiner Ausbildung verfasste Ebbinghaus eine Dissertation über das Unbewusste und wurde durch die experimentellen Methoden von Gustav Fechner inspiriert, die er auf die Erforschung von Wahrnehmungen und Empfindungen anwendete.
Dadurch wurde er der erste Wissenschaftler, der demonstrierte, dass experimentelle Methoden in der Gedächtnisforschung eingesetzt werden können, um hohe geistige Prozesse wissenschaftlich zu untersuchen. Um die geringe Bedeutung des Sinns für das Gedächtnis zu zeigen, entwickelte er bedeutungslose Silben, die aus Konsonant-Vokal-Konsonant-Kombinationen bestanden, die zwar ausgesprochen werden konnten, aber keine echten Wörter waren. Die Ergebnisse seiner sorgfältigen und umfassenden Experimente, bei denen er sich selbst als Versuchsperson benutzte, veröffentlichte er 1885 in seinem Buch "Über das Gedächtnis".
Ebbinghaus entdeckte die "Vergessenskurve" und bewies, dass die Menge des Gelernten direkt proportional zur Lernzeit ist. 1897 stellte er seine Theorie zur Wahrnehmung von Licht und Farben vor und präsentierte eine neue Methode zur Intelligenzmessung. Hermann Ebbinghaus verstarb am 26.
Februar 1909 in der Stadt Halle.