Biografie
Hippokrates wurde 460 v. Chr. auf der griechischen Insel Kos geboren und gilt als der Vater der Medizin.
Der Sohn des Arztes Heraklides wurde von seinem Vater ausgebildet und behandelte während der goldenen Ära der griechischen Antike zahlreiche Patienten. Einen Großteil seines Lebens verbrachte Hippokrates als Wanderarzt, indem er durch das alte Griechenland reiste, um vielen Menschen zu helfen und zahlreichen Schülern medizinischen Unterricht zu erteilen. Auf einer Reise nach Ägypten studierte er die Werke des ägyptischen Gelehrten Imhotep.
Viele Jahre lebte er in Athen und unternahm Reisen nach Thessalien, Makedonien und Kleinasien, wo er den makedonischen Herrscher Percidas heilte. Eine Einladung des zeitgenössischen persischen Herrschers Serhas lehnte Hippokrates ab. Während seines Aufenthalts in Thrakien begegnete er dem berühmten griechischen Philosophen Demokrit und bemerkte, dass dieser kein Verrückter, sondern ein großer Denker war.
Auf der Insel Kos gründete er eine Schule, die die ersten Regeln der Medizin festlegte. Nach Hippokrates' Auffassung lautet die erste Regel der Medizin: „Primum non nocere“ (Zuerst nicht schaden!). Er war der erste Arzt, der die Symptome von Pneumonie und Epilepsie bei Kindern beschrieb.
Hippokrates starb 377 v. Chr. im Alter von 83 Jahren in Larissa.
Er hatte zwei Söhne und eine Tochter; seine Söhne Thessalus und Dracon waren ebenfalls Ärzte, während seine Tochter Polybe, den Schwiegersohn heiratete. Der Hippokratische Eid ist einer der ältesten Texte, die die ethischen Grundsätze der Medizin festlegen, und wird seit Jahrhunderten von Ärzten gelesen.