Biografie
Hulusi Behçet wurde am 20. Februar 1889 in Istanbul geboren und war ein bedeutender Wissenschaftler und Arzt. Er wird als der erste Wissenschaftler anerkannt, der 1937 die Krankheit, die heute nach ihm benannt ist, das Behçet-Syndrom, beschrieb, welches durch eine Entzündung der Blutgefäße gekennzeichnet ist.
Seine Ausbildung begann in Damaskus, wo er nach dem Tod seiner Mutter von seiner Großmutter großgezogen wurde. Sein Medizinstudium schloss er an der Gülhane Militärmedizinischen Akademie ab, wo er sich auf Dermatologie und sexuell übertragbare Krankheiten spezialisierte. Nach seiner Rückkehr in die Türkei im Jahr 1919 arbeitete er als Chefarzt im Hasköy Krankenhaus für Geschlechtskrankheiten und später als Facharzt für Dermatologie im Vakıf Gureba Krankenhaus.
Nach Annahme des Nachnamensgesetzes im Jahr 1934 erhielt er den Nachnamen seines Vaters, Behçet. 1933 erwarb er den Titel Professor an der Universität Istanbul und war damit die erste Person, die diesen Titel an einer türkischen Akademie erhielt. Bei dem Internationalen Medizinischen Kongress in Genf im Jahr 1947 bewies er, dass der Erreger einer unbekannten Krankheit ein spezielles Virus war, und diese Arbeit führte zur Bezeichnung „Morbus Behçet“ für das Behçet-Syndrom.
Aufgrund seiner Forschungen zu Pilzerkrankungen wurde er mit dem Preis des Internationalen Dermatologie-Kongresses in Budapest ausgezeichnet. 1975 wurde er für den TÜBİTAK-Servicepreis nominiert, der 32 Jahre nach seinem Tod verliehen wurde. Hulusi Behçet hinterließ 196 Bücher und verstarb am 8.
März 1948 im Alter von 59 Jahren in Istanbul an einem Herzinfarkt. Zu seinem Gedenken wurde am 1. Oktober 1996 eine Silbermünze herausgegeben.