Biografie
Hüseyin Aygün wurde am 20. Oktober 1970 im Dorf Erdogdu in Tunceli geboren. Sein Vater heißt Seyitali und seine Mutter Arzi.
Aygün hat das Jurastudium an der Universität Ankara abgeschlossen und war als Strafverteidiger in der Stadt Tunceli tätig. Mit seinen Arbeiten im juristischen Bereich hat er auf sich aufmerksam gemacht, indem er rechtliche Initiativen zu Themen wie dem Verschwindenlassen von Personen in Gewahrsam, der Zerstörung von Dörfern, der Zwangsumsiedlung der Dersim-Bewohner, Folter und unfairen Gerichtsverfahren ergriffen hat. Zudem hat er bedeutende Arbeiten im Zusammenhang mit dem Dersim-Massaker von 1938 geleistet.
Aygün spricht Zazaki auf gutem Niveau und ist außerdem Schriftsteller; er hat insgesamt drei Bücher veröffentlicht, darunter ein Buch auf Zazaki. Zu seinen Werken zählen „Eve Tarixê Ho Têri Amaene“, „Dersim 1938 ve Zorunlu İskân“ und „0.0.1938 Resmiyet ve Hakikat“. Im Jahr 2011 wurde Aygün unter dem Dach der Cumhuriyet Halk Partisi (CHP) zum Abgeordneten von Tunceli gewählt, um die Probleme seiner Heimat im Parlament anzusprechen und Lösungen zu finden.
Am 12. August 2012 wurde er in Tunceli von PKK-Milizangehörigen entführt, die die Straße blockierten.