Biografie
I. Abdülmecit wurde am 25. April 1823 in Istanbul geboren und verstarb am 25.
Juni 1861 im Alter von 38 Jahren. Er war der einunddreißigste Sultan des Osmanischen Reiches und der sechsundneunzigste Kalif des Islams. Bereits in jungen Jahren bestieg er den Thron, hatte jedoch aufgrund seiner Unerfahrenheit Schwierigkeiten in der Staatsführung.
Um die Zersetzung des Osmanischen Reiches zu verhindern, ließ er die Tanzimat- und Islahat-Fermanen veröffentlichen. Diese Erlassungen hatten zum Ziel, die Rechte der Minderheiten zu sichern und eine europäische Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Staates zu verhindern. Allerdings reichten diese Reformen nicht aus, und die Aufstände der Minderheiten setzten sich fort.
I. Abdülmecit ging auch die Probleme mit dem ägyptischen Gouverneur Kavalalı Mehmed Ali Pascha an, indem er mehrere Verträge abschloss, was dazu beitrug, dass die osmanische Armee in Ägypten Erfolge erzielte. Zwischen 1853 und 1856 war er zudem Zeuge des Krimkriegs.
In den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Verwaltung führte I. Abdülmecit zahlreiche Neuerungen ein. So gründete er 1844 das Meclis-i Âli-i Tanzimat, um die zentrale Verwaltung durch Vertreter aus den einzelnen Provinzen zu stärken.
1861 verstarb er aufgrund von Tuberkulose im Ihlamur-Palast in Istanbul und fand seine letzte Ruhe in der Schatzkammer der Yavuz Selim Moschee in Fatih Çarşamba.