Biografie
I. Fuad wurde am 26. März 1868 in Kairo, Ägypten, geboren.
Sein vollständiger Name lautet Ahmed Fuad. Er ist der Sohn von Hidiv Ismail Pascha und Feryal Kadınefendi. Sein Vater ist ein Enkel des Kavalalı Mehmed Ali Pascha.
Nach seiner ersten Ausbildung an einer privaten Schule im Abdeen-Palast in Kairo setzte er seine Ausbildung in Europa, insbesondere in Genf und Turin, fort, nachdem sein Vater ins Exil geschickt worden war. Im Jahr 1892 kehrte er nach Ägypten zurück und wurde Adjutant seines Neffen, Hidiv II. Abbas Hilmi Pascha.
Von 1908 bis 1913 war er der erste Rektor der Universität Kairo. Am 9. Oktober 1917 wurde er zum Hidiv ernannt und erhielt 1922, mit der Erklärung der Unabhängigkeit Ägyptens, den Titel „König“.
Fuads Herrschaft fiel in eine Zeit, in der der Unabhängigkeitskampf Ägyptens intensiver wurde. Die Wafd-Partei spielte in diesem Prozess eine wichtige Rolle. Mit der 1923 verkündeten Verfassung erhielt der König umfangreiche Befugnisse.
Fuad zog es jedoch vor, mit kleinen Parteien zusammenzuarbeiten, anstatt mit den starken Nationalisten. Bis auf die Wahlen von 1931 gewann die Wafd-Partei die Wahlen nach jeder Auflösung. Fuad verstarb am 28.
April 1936 in Kairo im Alter von 68 Jahren. Daraufhin wurde sein Sohn Faruk König von Ägypten. Fuad sprach Türkisch, Italienisch, Französisch und verfügte über Grundkenntnisse in Englisch.
Er setzte sich stark für religiöse Werte ein und beteiligte sich an Diskussionen über die Zukunft des Kalifats. Zu seinen Ehen zählen Şivekâr Hanım Efendi und Nazlı Sabri. Zu seinen Kindern gehören König Faruk, Prinz İsmail und Prinzessin Fevziye.