Biografie
Ibn Sina, 980 im heutigen Usbekistan, in der damals blühenden Stadt Balkh geboren. Sein voller Name lautet Abu Ali al-Husayn ibn Abdullah ibn Sina al-Belhi. Er wuchs als Sohn des Finanzschreibers Abdullah ibn Sina auf.
Bekannt für seine außergewöhnlich hohe Intelligenz, hatte Ibn Sina bereits im Alter von 10 Jahren den Koran auswendig gelernt, was er als den Beginn seiner lebenslangen Suche nach Wissen betrachtete. Seine medizinische Ausbildung begann unter der Leitung des berühmten Arztes Qusyar und setzte er in Buchara fort, wo er private Unterrichtsstunden von seinem Vater und führenden Gelehrten seiner Zeit erhielt. Mit 14 Jahren hatte er bereits ein so fortgeschrittenes Wissensniveau erreicht, dass er seine Lehrer hinter sich ließ; mit 16 entschied er sich für die Medizin als Beruf und erhielt mit 19 den Titel des Arztes, um seinen Patienten zu helfen. Ibn Sina behandelte seine Patienten ohne materielle Interessen.
Durch die Heilung der Krankheit des Samanidenherrschers Nuh ibn Mansur erlangte er das Recht, eine große Bibliothek zu nutzen. Mit 21 Jahren machte er sich als einer der bedeutendsten Ärzte im Bereich der Medizin einen Namen. Historische Ereignisse drängten ihn jedoch in verschiedene Richtungen; nachdem der Ghaznavidenherrscher Mahmud die Samaniden-Dynastie gestürzt hatte, wanderte er von Buchara nach Harzem, wo er seine medizinische Praxis fortsetzte.
Sein unruhiger Lebensstil führte hierzu, dass er im Gefängnis landete und schließlich in verschiedenen Städten im Exil lebte. In Isfahan fand er am Hof des Herrschers Alaü'd-Devle Kâkuyi einen neuen Platz. Leider verstarb Ibn Sina am 10. Juli 1036 in Hamadan aufgrund von Magenproblemen.
Zu seinen bedeutendsten Werken zählen "Kitabu'sh-Shifa" und "al-Qanun fi't-Tibb", umfassende Werke, die die medizinischen und philosophischen Erkenntnisse seiner Zeit vereinen. Mit seinen innovativen Forschungen im Bereich der Medizin prägte Ibn Sina sowohl die östliche als auch die westliche Medizin über 600 Jahre hinweg. Insbesondere "al-Qanun fi't-Tibb" gilt als eines der wichtigsten medizinischen Bücher in Europa und hinterlässt ein nachhaltiges Erbe in der Medizinhistorie.
Familie
Beziehungsstatus
Todesumstände
Hemedan, İran