Biografie
İbrahim Maalouf ist ein weltbekannter Musiker und Trompeter, der 1980 in Beirut, Libanon, geboren wurde. Seine Musikkarriere begann er im Alter von 15 Jahren mit dem 2. Brandenburgischen Konzert von Bach und entwickelte im Laufe der Zeit einen einzigartigen Stil, indem er östliche Skalen in die Jazzmusik integrierte.
Sein Großvater, Rushdi Maalouf, war Journalist und Musikwissenschaftler, während sein Vater, Nassim Maalouf, die Erfindung der 4-Ventil-Trompete vollbrachte. Seine Mutter, Nada Maalouf, ist Pianistin. Zudem ist er der Neffe des berühmten Schriftstellers Amin Maalouf.
Im Laufe seiner Karriere hat Ibrahim Maalouf mit vielen namhaften Künstlern zusammengearbeitet, darunter Elvis Costello, Sylvia Schwartz, Matthieu Chedid, Marcel Khalife und Sting, und dabei große Erfolge erzielt. 2010 wurde er mit dem Preis für das beste instrumentale Debüt bei den French Jazz Awards ausgezeichnet, und 2014 erhielt er den Titel des besten internationalen Musikers. Zudem ist er Träger des César für die beste Originalmusik.
Während seiner musikalischen Laufbahn hat er zahlreiche Alben veröffentlicht, darunter „Dalida by Ibrahim Maalouf“, „Tocororo“, „Kalthoum“, „Au pays d’Alice“, „Illusions“, „Wind“, „Diagnostic“ und „Diachronism“. Auch für Filme hat er viele Soundtracks komponiert. Im Jahr 2018 geriet er jedoch wegen sexueller Belästigung in die Schlagzeilen und wurde zu einer viermonatigen, zur Bewährung ausgesetzten Haftstrafe verurteilt.
Dieses Ereignis hat Fragen aufgeworfen, wie sich dies auf seine Musikkarriere auswirken wird. Gegenwärtig gibt Ibrahim Maalouf Improvisationsunterricht für Studierende der klassischen Musik am Pariser Konservatorium in Frankreich und setzt seine musikalische Karriere fort.