Biografie
II. Gıyaseddin Mesud wurde am 19. Mai 1303 in Konya geboren und war der 18.
Sultan des Sultanats der Anatolischen Seldschuken. Er war der Sohn von II. İzzeddin Keykavus und bestieg insgesamt viermal den Thron.
Sein erster Regierungsantritt fand im Jahr 1282 statt, gefolgt von weiteren Herrschaftszeiten in den Jahren 1284, 1293, 1301 und 1303. Als letzter Sultan des unter der Herrschaft der Mongolen stehenden Anatolischen Seldschuk-Sultanats gilt er als eine Bedeutungsträgerin. Bei seiner Thronbesteigung wurde er zum Hoffnungsträger für das Volk, konnte jedoch, ähnlich wie seine Vorgänger, nicht mehr als "Schatten-Sultan" agieren.
Das Land wurde von mongolischen Kommandeuren und den Ilkanen regiert. In dieser Zeit musste das Anatolische Seldschuk-Sultanat Tribute an die Ilkanen zahlen und war verpflichtet, die Bedürfnisse der mongolischen Armeen zu decken. Diese Umstände führten zu einem Anstieg von Hunger und Elend in der Bevölkerung.
II. Gıyaseddin Mesud verstarb im Jahr 1308 nach einer langen Krankheitsphase in Kayseri. Sein Grab befindet sich im Dorf Tatar Kalesi, das zur Bezirksgemeinde Vezirköprü in Samsun gehört.
Nach seinem Tod wurde das Anatolische Seldschuk-Sultanat vollständig zerstört.