Biografie
İlhan Arakon gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des türkischen Kinos und wurde am 22. Oktober 1916 in Istanbul geboren. Der Künstler, dessen voller Name Hüseyin İlhan Arakon lautet, verstarb am 3.
Februar 2006 im Alter von 90 Jahren. Seine Karriere im Film begann 1944 als Kameraassistent, und er war in vielen Filmen wie „Gençlik Günahı“, „Seven Ne Yapmaz“, „Dinmeyen Sızı“, „Çığlık“, „İstanbul'un Fethi“, „Ankara Ekspresi“ und „Salgın“ als Kameramann tätig. Im Jahr 1953 drehte er den ersten farbigen Dokumentarfilm der Türkei und setzte zugleich die Dreharbeiten für den ersten türkischen Spielfilm mit Handlung in Gang.
Er ist auch bekannt dafür, dass er zu den ersten Personen gehörte, die in die Türkei ein „Zoom“-Objektiv einführten. Insgesamt hatte er über 400 Filme in den Bereichen Kunstleitung, Kameraführung, Regie und Tontechnik betreut. Ab 1975 arbeitete er als Dozent an der Mimar Sinan Universität und wurde 1997 mit dem Ehrentitel eines Professors ausgezeichnet.
Im Jahr 2000 wurde Ilhan Arakon beim 12. Ankara International Film Festival mit dem „Aziz Nesin Emek Ödülü“ geehrt. Neben seiner Filmschaffensweise hat er auch bedeutende Arbeiten im Bereich der Fotografie geleistet und die erste fotografische Ausstellung in der Türkei eröffnet.
Sein Bruder Aydın Arakon ist ebenfalls Regisseur und Drehbuchautor. Er ist Vater von zwei Kindern, die er mit seiner Frau Şemsa Arakon hat. Ilhan Arakon wird für seine Beiträge zum türkischen Kino in Erinnerung behalten.