Biografie
İlhan Selçuk wurde am 11. März 1925 in Aydın geboren und war ein türkischer Journalist und Schriftsteller. Er verstarb am 21.
Juni 2010 in Istanbul im Alter von 85 Jahren. Seine journalistische Laufbahn begann 1961 bei der Zeitung Akşam, bevor er für die Zeitungen Tanin und Vatan arbeitete. 1962 trat er der Cumhuriyet bei und war bis zu seinem Tod 1991 Chefredakteur dieser Zeitung.
In der Cumhuriyet begegnete er seinen Lesern sechs Tage die Woche in seiner Kolumne mit dem Titel Pencere. Neben seiner journalistischen Tätigkeit spielte Selçuk auch eine wichtige Rolle im türkischen Pressewesen, indem er Humorzeitschriften herausgab. 1952 gründete er das Magazin '41 buçuk', das zur Eröffnung des ersten obszönen Prozesses in der türkischen Presse führte.
Später folgten die Zeitschriften 'Dolmuş', 'Karikatür' und 'Taş Karikatür'. Nach der Militärintervention am 12. März wurde er festgenommen und gefoltert.
Seine Erlebnisse aus dieser Zeit schilderte er in seinem Buch 'Ziverbey Köşkü'. Im Jahr 2008 wurde Selçuk im Rahmen der Ergenekon-Operationen festgenommen, jedoch kurz darauf wieder freigelassen. Er verfasste zahlreiche literarische Werke und wurde besonders für seine dokumentarischen Texte und Reiseberichte bekannt.
Seinen letzten Wunsch entsprechend wurde er an der Seite seines Bruders Turhan Selçuk beerdigt.