Inge Lehmann

Wissenschaftler

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Biografie

Inge Lehmann wurde am 13. Mai 1888 in Kopenhag, Dänemark, geboren und war eine bedeutende Erdbebenwissenschaftlerin und Seismologin. Sie verstarb am 21.

Februar 1993 in Kopenhag im Alter von 105 Jahren. Lehmann gilt als eine der Entdeckerinnen des inneren Erdkerns. Ihre akademische Ausbildung absolvierte sie an der Universität Kopenhagen, wo sie in den Bereichen Mathematik, Seismologie und Geophysik studierte, und setzte ihre Studien an der Universität Cambridge fort.

Nach ihrer Rückkehr nach Kopenhagen im Jahr 1923 begann sie als Professorin für Aktuarwissenschaften an der Universität Kopenhagen zu unterrichten. Nach mehreren Jahren Tätigkeit im Versicherungswesen übernahm sie die Verantwortung für die Einrichtung eines seismologischen Beobachtungsstandorts in Grönland. 1928 bestand sie erfolgreich die Geodäsie-Prüfung und wurde Leiterin der Abteilung für Seismologie am Dänischen Geodätischen Institut.

Im Jahr 1936 erklärte sie anhand bereits vorliegender seismischer Daten, dass der Erdkern keine einzelne geschmolzene Kugel sei, sondern aus einem inneren Bereich bestehe. Diese Entdeckung fand bei den Seismologen schnell Anerkennung. Die Besetzung Dänemarks während des Zweiten Weltkriegs hatte negative Auswirkungen auf ihre Arbeiten und internationalen Kontakte.

Nach ihrer Pensionierung zog sie in die Vereinigten Staaten, wo sie ihre Forschungen zur Erdkruste und dem oberen Mantel fortsetzte. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Harry Oscar Wood Award im Jahr 1960 und die Emil Wiechert Medal im Jahr 1964. Zu Ehren von Inge Lehmann wurde 1993 der entdeckte Asteroid 5632 nach ihr benannt: 'Ingelehmann'.

Darüber hinaus wurde sie mit der alle zwei Jahre vergebenen 'Inge Lehmann Medal' der American Geophysical Union geehrt.