Biografie
Ismail Kadare wurde am 28. Juni 1936 in der Stadt Gjirokaster, Albanien, geboren. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen albanischen Literatur.
Seine Werke wurden in etwa vierzig Sprachen übersetzt und haben zahlreiche Literaturpreise auf internationaler Ebene gewonnen. Sein Vater, Halit Kadare, arbeitete als Gerichtsvollzieher, während seine Mutter, Hatice Hanım, aus einer wohlhabenden und gebildeten Familie stammt. Ismail Kadare hat zwei Geschwister: seine Schwester Kadrie hat bedeutende Arbeiten im Bereich der russischen Sprache und Literatur verfasst, und sein Bruder Shahin hat sich auf Onkologie spezialisiert.
Seine Kindheit verbrachte er während der italienischen, deutschen und griechischen Besetzungen sowie inmitten der inneren Konflikte Albaniens. Nach seinem Abschluss im Fachbereich Sprache und Literatur an der Universität Tirana im Jahr 1958 setzte er seine Ausbildung am Maxim Gorki Institut für Weltliteratur in Moskau fort. Kadare begann seine literarische Karriere mit Gedichten und Kurzgeschichten, bevor er 1963 mit seinem Roman "Der General der toten Armee" zu einem der wichtigsten romanhaften Schriftsteller Albaniens wurde.
Im Jahr 1990 ließ er sich politisch in Frankreich nieder und kehrte 1999 nach Albanien zurück. Heute lebt er sowohl in Frankreich als auch in Albanien. Kadare heiratete 1963 die Romanautorin Helena Kadare und hat zwei Töchter, von denen eine als albanische Botschafterin bei den Vereinten Nationen tätig ist. Während seiner literarischen Karriere hat Kadare zahlreiche Auszeichnungen erhalten und über siebzig Werke veröffentlicht.