Biografie
Ivan Gončarov wurde am 18. Juni 1812 in Simbirsk (heute Uljanowsk) in Russland als Sohn eines wohlhabenden Getreidehändlers geboren. Der Autor, dessen vollständiger Name Ivan Aleksandrovič Gončarov lautet, begann seine literarische Karriere in jungen Jahren und wurde insbesondere durch sein Werk „Oblomow“ bekannt.
Zwischen 1820 und 1822 erhielt Gončarov seine Ausbildung an einer privaten Internatsschule in Simbirsk, wo er Deutsch und Französisch erlernte. Nach seinem Abschluss an der Moskauer Staatlichen Universität im Jahr 1834 zog er nach Sankt Petersburg, wo er 30 Jahre lang als Beamter tätig war. Er begann seine Karriere als Übersetzer für Außenkorrespondenz im Finanzministerium und arbeitete auch im Zensurausschuss.
Durch seine Freundschaft mit der Familie Maykov trat Gončarov in die literarische Welt ein und veröffentlichte seine erste Kurzgeschichte in einer Anthologie dieser Familie. Im Jahr 1847 erregte er mit dem Roman „Eine gewöhnliche Geschichte“ Aufsehen, gefolgt von der Veröffentlichung seines bekanntesten Werkes „Oblomow“ im Jahr 1859. Dieses Werk führte zur Entstehung des Begriffs „Oblomowkeit“.
Während seines Lebens kämpfte Gončarov mit Depressionen und psychischen Problemen. Er verstarb am 27. September 1891 mit 79 Jahren in Sankt Petersburg.
Nach seinem Tod wurde er im Alexander-Newski-Kloster beigesetzt, und seine Überreste wurden 1956 auf den-Wolkowo-Friedhof übertragen.